Steuern

Einkommenssteuer

Als Voraussetzung für eine steuerneutrale Umwandlung bei sämtlichen Umstrukturierungsvarianten wird verlangt:

  • Fortbestehen einer Steuerpflicht in der Schweiz
  • Weiterführung der bisherigen Einkommens- bzw. Gewinnsteuerwerte.

Dies gilt auch für eine Umwandlung einer Personen- in eine Kapitalgesellschaft.

Literatur

  • MÜLLER PETER / SCHREIBER SUSANNE, Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Umstrukturierungen, 2016, § 2, N 26
  • ETTLIN ERICH / STÜDLE ROLAND, Umstrukturierungen bei Personengesellschaften, in: ST 2009, S. 334

Transaktionsspezifische Voraussetzungen

Für eine steuerneutrale Umwandlung einer Personengesellschaft in eine Kapitalgesellschaft sind Voraussetzung:

  • Betriebserfordernis
  • Veräusserungssperrfrist von 5 Jahren

Verletzung der Sperrfrist

Eine ganze oder teilweise Veräusserung der Beteiligungsrechte während der Sperrfrist führt zu einer nachträglichen Besteuerung der stillen Reserven oder eines Teiles davon (vgl. ASA 68 [1999/2000] 71).

Emissionsabgabe

Die Umwandlung von einer Personen- in eine Kapitalgesellschaft löst in der Regel die Emissionsabgabe aus, mit folgenden Einschränkungen:

  • Bemessungsgrundlage: nicht Verkehrswert der eingebrachten Vermögenswerte, sondern Nennwert der neu geschaffenen Beteiligungswerte
  • Freibetrag vom neu geschaffenen Nennwert: CHF 1 Mio.

Sozialabgaben

Sind die Voraussetzungen für eine steuerneutrale Umwandlung einer Personen- in eine Kapitalgesellschaft gegeben, sind keine Sozialabgaben zu entrichten.

Ausnahmen:

  • Realisierung stiller Reserven aus nicht übertragenen Werten
  • Verletzung Veräusserungssperrfrist

Die stillen Reserven sind als Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit zu versteuern und darauf Sozialabgaben abzuführen.

Weiterführende Informationen

  • Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden (StHG)
  • Kreisschreiben Nr. 18 „Steuerliche Behandlung von Vorsorgebeiträgen und -leistungen der Säule 3a“ vom 17.07.2008, welches die ESTV zur Konkretisierung von DBG 33 Abs. 1 lit. e erlassen hat
  • Unternehmenssteuerreform II (USTR II)
  • Entlastung von Einzelfirmen und Personengesellschaften in Übergangsphasen
  • Überführung von Geschäftsliegenschaften ins Privatvermögen
  • Verpachtung des Geschäftsbetriebes
  • Tod des Unternehmers
    • Weiterführung des Unternehmens durch alle Erben
      • Weiterführung in Form einer Personengesellschaft
      • Weiterführung in Form einer Kapitalgesellschaft
  • Geschäftsaufgabe – Privilegierte Besteuerung des Liquidationsgewinns

Vgl. Liquidation einer Kollektivgesellschaft » Steuern

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